Geschlechterdiskriminierung am Arbeitsplatz

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Die meisten Themen die mit dem derzeit angesagten Anglizismus “gender” beginnen geben vor eine Gleichheit herstellen zu wollen, was als Grundgedanke lobenswert ist. In der Realitaet muenden diese Versuche jedoch haeufig in aktiver Diskriminierung der als Feindbild definierten Gruppe.

Zwei aktuellen Faelle, die mich dazu bewegten dem Thema kognitive Kapazitaeten zu widmen, beziehen sich beide auf die aktive Bevorzugung von Menschen am Arbeitsplatz, aufgrund ihres Geschlechts, was nach Artikel 3 GG gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verstoesst.

Im ersten Fall geht es darum, dass ein Mensch aufgrund seines Geschlechts Teil eines geschlechtsspezifischen Netzwerkes innerhalb der Firma Siemens ist, das aus Firmenmitteln finanziert wird. Die Zugehoerigkeit zu besagten Netzwerk erlaubt entsprechendem Mensch nach eigenem Bekunden folgende Aussage ueber seinen Karriereverlauf zu taetigen: “Ich habe in meinem Leben noch keine einzige Bewerbung geschrieben”.

Im zweiten Fall wird innerhalb des als zur Foerderung von High-Potentials ausgelobten SGP eine Differenzierung anhand des Geschlechts vorgenommen, welche Menschen zu bestimmten Vortraegen und Weiterbildungsmoeglichkeiten eingeladen werden.

Wo der erste Fall mit viel Wohlwollen und der Ausserachtlassung aller historischen Argumentationen als Bevorzugung eines bestimmten Geschlechts angesehen werden kann, wird im zweiten Fall aktive, firmenfinanzierte und rechtlich nicht zulaessige (Artikel 3, Absatz 3 GG) Diskriminierung betrieben.

Es stimmt mich zutiefst traurig, dass die hehren Ziele frueher Kaempfer fuer aktive Gleichberechtigung wie Emmy Noether sowie deren Foerderer und Unterstuetzer Felix Klein und David Hilbert, welche die Kleingeistigkeit der vorigen Jahrhunderte frueher ablegten als ihre Zeitgenossen, durch solche Handlungen in der Gegenwart missbraucht und entweiht werden.

Freudig stimmt mich, dass die Bemuehungen des 20ten Jahrhunderts etwas bewirkt haben. Jeder Mensch hat in Deutschland das gleiche Recht auf Bildung. Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf die Wahl seines Berufes. Die Freude darueber scheint jedoch selten geteilt zu werden. Viel haeufiger werden angebliche Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten angeprangert, werden Menschen die nach angeblich objektiven Kriterien kategorisiert werden gegeneinander aufgehetzt und wird eben nicht auf Einigung, Weltfrieden und eine gute Gesinnung fuer jeden hingearbeitet.

Wie in vielen Bereichen geht es auch hier um Lobbyismus und darum selbsternannten Funktionaeren eine Existenzberechtigung zu geben. Einen Menschen den ich fuer seine Arbeit, seine Aussagen und seine Meinung sehr respektiere ist Serdar Somuncu, der das Thema der “gelebten Gleichbehandlung” sehr zutreffend beschreibt.

Leistung ist unabhaengig von Geschlecht, Rasse, Herkunft und Religion. Ein Mensch auch.

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This page contains a single entry by Nils o. Janus published on July 20, 2012 9:05 PM.

Kommentar: Generation Maybe was the previous entry in this blog.

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